DOGA - Dog & Yoga

Was bitte???

 

Es gibt im Yoga quasi nix, was es nicht gibt. Ob Yoga mit Ziegen, Bier, Heavy Metal oder eben mit Hund. 

 

Was im ersten Moment spaßig klingt, hat aber durchaus Sinn. Yoga ist der Weg der Verbindung: Zwischen Körper, Geist und Seele, aber eben unbedingt auch zwischen Wesen und Wesen. Sich gegenseitig wahrnehmen, blind verstehen, fühlen. Mit achtsamen Sinnen geht das viel leichter. Und das fängt bei mir als Hundeführer an: Wie spüre und fühle ich mich selbst? Um meinem Hund Sicherheit zu vermitteln, muss ich wissen, wer ich bin. Denn dann bin ich für meinen Hund berechenbar und das schafft ihm Vertrauen mir gegenüber. 

 

Wir werden kein klassisches DOGA praktizieren, bei dem Hund und Hundeführer sich gemeinsam durch ein "Asana-Workout" durcharbeiten. Viel wichtiger ist uns das Üben auf der geistigen, emotionalen und seelischen Ebene. Wie gesagt: VERBINDUNG schaffen, VERTRAUEN aufbauen, ZUSAMMEN wachsen. ACHTSAMKEITSTRAINING für Hund und Hundeführer.

 

Ein paar Schlagworte vorab...

  • Sicherheit
  • Einfühlsamkeit
  • Vertrauen
  • Kommunikation
  • Akzeptanz
  • Umsicht
  • Ruhe
  • den Hund fühlen und weich streicheln (Tellington Touch)

 

WAS

Dich erwarten zwei aufeinander aufbauende Einheiten mit viel Praxis und Selbsterfahrung. Nur was Du selbst tust, anwendest und an Dir erfährst, hat auch die Chance, sich zu verinnerlichen.

Wir starten jeweils mit einem gemeinsamen Spaziergang, in dem wir Achtsamkeits- und Atemübungen sowie Meditationen praktizieren werden. Anschließend geht es nach Innen (Scheune der Hundepension) und wir vertiefen die Bindung und das Vertrauen zwischen Hund und Halter.

 

WER

Heike Schmidt vom Hundezentrum Eichelberg (Homepage findest Du HIER) wird allgemeine und individuelle Tipps geben, wie - oft allein durch kleine, feine Änderungen - mehr Ruhe, Vertrauen und Leichtigkeit in das Zusammensein mit Deinem Hund kommen kann. Sie führt Dich auch in die Tellington Touch Methode ein (eine Massage-Streichel-Technik, die den Hund sofort entspannt und beruhigt). Elli oder Andrea begleiten die Workshops mit Achtsamkeitsübungen, Meditationen und Pranayama (Atemübungen und andere Techniken, um Ruhe und Stabilität aufzubauen und die Verbindung zum Hund besser zu spüren).

 

WICHTIG

  • Zwischen den Einheiten ist eine Woche Pause zur Integration. Wende an, was Du erfahren hast! Beim zweiten Treffen gehen wir auch auf Hiindernisse, Stolperfallen etc. ein. 
  • Keine Vorkenntnisse erforderlich. Kommt, wie Ihr seid.
  • Warm anziehen, wir sind größtenteils draußen. 
  • Zum Sitzen in der Scheune Dir gern zusätzliche Unterstützung mitbringen, falls Du lieber bei Deinem Hund am Boden sitzen willst (z.B. Meditationskissen oder Decke zum Unterlagern).

 

WANN

Sonntag, 15. Dezember, 10 bis 14 Uhr

Sonntag, 22. Dezember, 11 bis 14 Uhr

Falls Du nur zum ersten Termin kommen kannst, sprich uns bitte an.

 

WO

Hundezentrum Eichelberg, 91472 Ipsheim

Treffpunkt am Wanderparkplatz

 

WIEVIEL

Die beiden Termine kosten zusammen 100 Euro.

Bitte bar vor Ort an Heike Schmidt bezahlen. 

 

Was ich von Hunden gelernt habe...

Ich hatte das große Glück, bereits als kleines Kind mit Hunden aufwachsen zu dürfen. Als ich drei Jahre war, haben meine Eltern die erste Deutsche Dogge zu uns geholt. Ganz natürlich habe ich dadurch gelernt, mich zu behaupten und mich einzuordnen.

 

Später haben wir selbst gezüchtet. Ich war bei Geburt und Tod hautnah mit dabei. Das Leben in all seinen Facetten. Ich habe gelernt, mich groß zu machen und durchzusetzen. Ich habe gelernt, mich nicht so wichtig zu nehmen und meine eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen, wenn die ersten Wochen die Welpen die ganze Nacht versorgt werden mussten, weil die Mutter nach dem Kaiserschnitt nicht säugen konnte. Ich habe gelernt, dass man bedingungslos geliebt wird und dass dieses Geschenk nicht nur Wertschätzung, sondern auch Verantwortung von mir verlangt. Ich lerne immer noch, genauso bedingungslos zurücklieben zu können.

 

Das Leben im großen Rudel (teilweise hatten wir bis zu 6 Deutsche Doggen bei uns im Haus) hat mich vieles gelehrt. Ganz natürlich habe ich die Kommunikation ohne Sprache lernen können. Ein Austausch, der so viel tiefer geht und besser funktioniert als mit Worten - wenn man ihn lesen kann ;-) 

 

Meine Eltern waren im Hundesport aktiv und so habe ich das als Teenager übernommen. Ich bin mit unseren Hunden Unterordnungs-, Fährten- und Begleithundeprüfungen gelaufen, war bei Schutz- und Rettungshund-Ausbildungen dabei, habe unsere Jagdterrier mit trainiert. Dies war teils mit Leistungsdruck verbunden, denn es ging auch darum, zu gewinnen. Und dennoch: Im Rückblick habe ich vor allem liebevolle Erinnerungen an die Gemeinschaft im Hundeverein, an die gemeinsamen Ausflüge und Spaziergänge, die Freundschaften, die dadurch entstanden sind. 

 

Als ich relativ spät, mit Mitte 30, mir meinen ersten eigenen Hund geholt habe, hat sich alles nochmal ganz anders angefühlt. Zum ersten Mal habe ich die Verantwortung allein bei mir gespürt. Und dieser Druck war für mich viel höher als der Prüfungsdruck im Hundesport. Denn diesen Druck habe ich mir selbst auferlegt. Ich habe mir einen Miniaturbullterrier gekauft und ich habe befürchtet, dass ich vielen Vorurteilen ausgesetzt sein werde. Deshalb wollte ich den besterzogensten Hund aller Zeiten haben.

 

Außerdem lastete nun jede Entscheidung auf mir: was füttere ich, welchen Tierarzt wähle ich, lasse ich die Wunde nähen oder einfach zuwachsen, und und und. Mittlerweile schmunzele ich selbst über mich - aber dieser Prozess damals war schwierig für mich. Und wichtig. Ich habe gelernt, meiner Intuition zu vertrauen und diese Entscheidungen zu vertreten. Ich habe gelernt, dass wenn ich zu 100% hinter meinen Entscheidungen stehe, diese gar nicht mehr hinterfragt werden. Ich habe gelernt, dass ich den Verteidigungsmodus ablegen darf. 

 

Und dann hat sich viel verändert. Ich vertraue meinem Hund. Ich akzeptiere ihren Charakter und will ihn nicht umerziehen. Ich passe mich ihrem Tempo an, entschleunige meine Schritte, bin jetzt und hier präsent. Die Stunden in der Hundeschule ist es mir egal, ob mein Hund "funktioniert", solange sie im Alltag ein verlässlicher Begleiter ist. Beim Mantrailing geht es darum, dass sie Spaß an der Arbeit hat, nicht dass ich etwas beweisen muss. Ich schaue ihr mit großer Herzensfreude zu, bei allem was sie tut.

 

Hunde sind für mich die größten Lehrmeister. Die yogischen Schriften fassen viel in Worten zusammen, was mich das Leben mit Hunden bereits erfahren hat lassen. 

 

Ich wünsche mir, dass Du diese wertvollen Erfahrungen ebenfalls machen darfst!